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Auf einer der höchsten Erhebungen des westlichen Taunus, an einer Kreuzung alter Handelswege, der Hohen Straße und der Verbindung Lorch - Laufenselden, bestand die seit 812 in einer Grenzbeschrei-bung der Bleidenstädter Vogtei urkundlich erzeichnete Siedlung wahrscheinlich schon längere Zeit.
 
Die frühe Form des Ortsnamens "Kahemel" soll auf einen keltischen Ursprung deuten. Die wichtige Straßenkreuzung wurde bereits von den Römern seit dem 1. Jh. durch Erdkastelle und schließlich ein Steinkastell gesichert. Reste einer "porta praetoria" sollen noch hinter dem Chor der Kirche zu erkennen sein.
 
Ein Flurnamen "Pohl" erinnert an den Pfahlgraben, Reste von Wachttürmen wurden festgestellt. Ein befestigter fränkischer Königshof soll neben der heutigen Kirche gestanden haben. 
 Katholische Kirche
 
Die im 13. Jh. errichtete ehemalige Katharinenkirche hatte einen Vorgängerbau und ist damit eine der ältesten Kirchen des Gebietes. Im Mittelalter war Kemel Gerichtsort (Flurbezeichnung "Galgenkopf"), seit 1488 ist ein Markt bekannt. Aus den Einkünften einer hier eingerichteten Zollstelle (Flurname "Schlagweg") besoldeten die Grafen von Katzenelnbogen Hohensteiner Burg- mannenfamilien. 1527 wurde die Reformation eingeführt, 1805 das reformierte Bekenntnis; danach bestanden beide Richtungen bis 1817. Der reformierte Prediger Johann Bernhard Delph war seit 1680 in Kemel ansässig und verstarb hier 1723. 1553 wurde eine Kirchspielschule eingerichtet; sie befand sich neben der Kirche, bis 1839 das Gasthaus "Goldener Hirsch" als Schule genutzt wurde. Durch seine Lage war Kemel ein wichtiger Rastplatz an der Hohen Straße, später Postort, u. a. auch für Langenschwalbach.


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Gemeindekarte Kemel

 


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